Tagebuch – jetzt vor 30 Jahren

  • 4. Dezember 94

    4. Dezember 94

    2. Advent

    Gestern war ich an der Disco für Erst- und Zweitklässler. Beat und Martina waren auch dabei, genauso wie Daniela, Cornelia und Michelle… und Simone! Als wir zu siebt um etwa zwanzig nach acht in der HoPro ankamen, waren auch Sonja und Ste da. Zuerst konnten uns die Mädchen einfach nicht zum Tanzen überreden, aber es war so oder so die falsche Musik. Nachdem wir kurz bei der Volleyball-Nacht vom Rämi hineingeschaut hatten, tanzten Ste und ich dann doch, zu Techno Sound. Als die Slow-Lieder kamen, wollte Martina unbedingt, dass ich mit Simone tanze. Ich wollte es auch, also nahm ich mich zusammen und fragte sie. Wir tanzten zudem Lied «Jessie». Es war wunderschön! Das nächste Lied tanzten wir gleich noch einmal! Leider tanzten wir danach nicht mehr miteinander.

    Ich glaube, ich habe mich verliebt!

  • 29. November 94

    29. November 94

    Ich habe gerade alle Tagebucheinträge gelesen, insgesamt hatte ich etwa 1,5 Stunden. Das war ganz schön viel zu lesen. Inzwischen ist es zwanzig vor zwölf, nachts.

    Auch auf den (äh… schrott)… die Gefahr hin, dass ich es später bereue, ich schreibe es trotzdem: Das zwischen mir und Simone ist mehr als «nichts». Aber ich werde nichts unternehmen, wenn etwas geschieht, passiert es von alleine.

  • 27. November 94

    27. November 94

    1. Advent

    Ich bin verliebt, verliebt in Anna, das schönste Wesen im Universum! Schon drei Jahre, fast. Es ist sehr, sehr viel geschehen, inzwischen. Freunde kamen, Freunde gingen. Doch die Liebe zu ihr blieb. Es gab viele Momente der Freude, des Glücklich-Seins. Aber noch viel öfter gab es grausame Momente, Momente der Trauer, der Sehnsucht, des Kummers, der Verzweiflung. Niemand konnte verstehen, dass ich so lange in die Person verliebt bin, bei der ich keine Chance habe. Ob ich mir denn immer noch Hoffnungen mache, wollten die Leute wissen. Sie kapierten einfach nicht, dass das keine Frage der Hoffnung ist. Ich liebe Anna, es ist ein überwältigendes Gefühl, wenn ich von ihr träume. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter und mir wird schwarz vor Augen. Klar wünsche ich mir mehr als alles andere, dass sie sich in mich verliebt. Es ist oft grausam, von ihr zu träumen und zu wissen, dass die Träume nie in Erfüllung gehen werden. Es tut weh, diese Sinnlosigkeit zu spüren. Aber trotzdem, ich bin froh, diese Träume zu haben. Und wer weiss, vielleicht geschieht irgendwann einmal ein Wunder. In etwa fünf Wochen haben wir Weihnachten, ich ich ihr etwas schenken soll? Ich schänke dir mis Härz!

  • 25. November 94

    25. November 94

    Läck bin ich uf dä schnurrä! Aber ich muss jetzt einfach noch schreiben, dass Anna das «geilste» Wesen auf der Welt ist. Obwohl ich sagen muss, dass auch Claudine verdammt gut aussieht!!

  • 19. November 94

    19. November 94

    Hi, I’am Erich, Erich Anders. Und ich werde es immer bleiben, auch wenn ich nicht immer ganz glücklich darüber bin. Die Liebe zu Anna hat sicher viel dazu beigetragen, dass ich so geworden bin, wie ich halt jetzt eben bin. Sie ist das Zentrum meines Lebens. Aber, liebe ich wirklich sie oder liebe ich nur den Namen Anna??

  • 17. November 94

    17. November 94

    Ich verbringe momentan die meiste Zeit damit, mein Tagebuch zu gestalten, statt zu lernen. Heute war eigentlich ein super Tag. Ich weiss jetzt, was mit Simone ist. Ich habe sie gerne, wirklich sehr, sehr gerne. Ich flirte mit ihr und ich mache die ganze Klasse glauben, ich sei in sie verliebt. Ich geniesse es! Aber Liebe? Da fehlt der Kick, das warm und kalt werden, ein Gefühl, das man eben nicht einfach so erlebt. Liebe. Jemand hat vorgeschlagen, eine Wahl für den Beliebtesten der Klasse zu veranstalten. Michelle und Sonja würden mich wählen. Sie glauben, dass die restlichen Mädchen gleich handeln würden. Noch nicht einmal drei Monate in der Klasse und schon der Beliebteste, na wenn das kein Erfolg ist.

  • 15. November 94

    15. November 94

    Naja, es ging mir schon besser.

  • 14. November 94

    14. November 94

    Was soll ich schreiben? Anna ist meine grosse Liebe, aber was ist mit Simone? Anna verhält sich mir gegenüber distanziert, aber ich mich ihr gegenüber auch. Etwa neunzig Prozent der Klasse glauben, dass ich etwas mit Simone habe. Doch wie ernst ist es wirklich? Ich weiss es nicht! Ich weiss es nicht!

  • 13. November 94

    … sehr kurzfristig ein Zick-Zack-Treffen veranstalten. Um 20:00 Uhr sollten wir uns bei Anna treffen. Ich sagte natürlich, trotz Wörterkontrolle, zu. Nun musste nur noch auch Domi können. Also versuchte Ina, ihn zu erreichen. Doch bei ihm nahm niemand ab, also haben wir uns, nachdem sie mich noch einmal angerufen hat, halt für zu dritt verabredet. Ziemlich genau um 20:00 Uhr kam ich bei Anna an. Es regnete. Frau Frei und Isabelle verliessen gerade das Haus, sie gingen Ina holen. Also ging ich hinein. Anna und ich gingen hoch in ihr Zimmer. Ich hatte es anders in Erinnerung. Wir schauten die Fotos vom Konflager an. Kurze Zeit danach kam Ina, jetzt versuchten wir von hier aus nochmals Domi zu erreichen. Wir erwischten ihn, aber er konnte erst um 20:45 Uhr kommen. So blieb ich wieder einmal mit Anna und Ina allein. Wir hatten es noch lässig, auch als Domi kam. Die Zeit ging rasend schnell vorbei. Um halb zehn ging ich heim, Wörter lernen. Ich war recht glücklich.

    Inzwischen ist der 13., abends um halb acht, all das ist weit weg. die Volleyballnacht war noch lässig. Simone, dieser Name beschäftigt mich momentan. Ich habe das Gefühl, dass da mehr ist, einfach mehr. Ich glaube immer noch nicht, dass ich mich in sie verliebt habe. Aber ich bin wirklich wahnsinnig gerne mit ihr zusammen! Ich muss zugeben, wenn sie sich in mich verlieben würde, ich wüsste nicht, was ich tun würde. Ich liebe Anna, zumindest bin ich im Moment noch davon überzeugt.

  • 12. November 94

    … (scheisse, gestern war ich zu müde und jetzt habe ich wirklich keine Zeit mehr, von dem schönen Treffen mit Anna von gestern Abend zu schreiben, ich werde diesen Eintrag wohl erst morgen beenden können) …

    … etwa 19:10 Uhr versuchte, Ina zu erreichen, sagte mir Claudia, dass Ina nicht zuhause sei. Doch etwa um 19:25 Uhr läutete das Telephon, ich nahm ab, und, Ina war am Apparat. Anna und sie wollten wieder einmal … (ou schrott, ich bin grad vo dä Volleyballnacht heicho und ha jetzt würkli kai Luscht zum Schriebä!)…