Der Morgen verlief eigentlich ganz «normal». Ausser dass ich immer auf gewisser Distanz zu Martina blieb, ich war extrem unsicher. Das heisst halt, am Morgen auf dem Bahnhof habe ich ja noch versucht, es Martina zu sagen. Aber ausser ein wenig Gestammel ist nichts rausgekommen.
Am Nachmittag bin ich zuerst einmal eingeschlafen und habe bis etwa um drei geschlafen. Dann konnte ich mich dazu überwinden, ins Ländeli zu gehen. Dort angekommen traf ich nicht nur wie angenommen Domi und Pfister, sondern Martina und Tanja. Zuerst sassen wir ein bisschen herum und redeten, wir hörten Musik und gingen kurz schwimmen. Dann musste Tanja nach Hause. Ich sagte mir, jetzt musst du es ihr sagen! Ich fing an: «Ich glaub, ich sött dir öppis säge.» Aber bis zum «ich ha mi i di verliebt» war es ein langer Weg! Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer sein könnte, einen Satz zu sagen. Sie trugs mit Fassung, wenn man so will. Zuerst war sie ziemlich hart, sie sagte, sie sei jetzt ziemlich ehrlich, da sei einfach nichts. Danach entwickelte sich ein Gespräch, wie ich es immer gerne mit Anna geführt hätte. Natürlich machte ich ihr Komplimente, aber da sie das nicht gerne hatte, hörte ich bald damit auf. Und das Resultat?
Sie will mich als guten Freund auf keinen Fall verlieren, aber sie ist nicht im Geringsten an mir als Boyfriend interessiert (verständlich). Ich liebe sie. Es ist nicht mehr so wie bei Simone oder Sarina, es ist so wie bei Anna. Ich bin zum zweiten Mal in meinem Leben wirklich verliebt. Komisch, dass ich schon zum zweiten Mal keine Chance habe! «Tumm gloffä!»