1. Advent
Ich bin verliebt, verliebt in Anna, das schönste Wesen im Universum! Schon drei Jahre, fast. Es ist sehr, sehr viel geschehen, inzwischen. Freunde kamen, Freunde gingen. Doch die Liebe zu ihr blieb. Es gab viele Momente der Freude, des Glücklich-Seins. Aber noch viel öfter gab es grausame Momente, Momente der Trauer, der Sehnsucht, des Kummers, der Verzweiflung. Niemand konnte verstehen, dass ich so lange in die Person verliebt bin, bei der ich keine Chance habe. Ob ich mir denn immer noch Hoffnungen mache, wollten die Leute wissen. Sie kapierten einfach nicht, dass das keine Frage der Hoffnung ist. Ich liebe Anna, es ist ein überwältigendes Gefühl, wenn ich von ihr träume. Es läuft mir kalt den Rücken hinunter und mir wird schwarz vor Augen. Klar wünsche ich mir mehr als alles andere, dass sie sich in mich verliebt. Es ist oft grausam, von ihr zu träumen und zu wissen, dass die Träume nie in Erfüllung gehen werden. Es tut weh, diese Sinnlosigkeit zu spüren. Aber trotzdem, ich bin froh, diese Träume zu haben. Und wer weiss, vielleicht geschieht irgendwann einmal ein Wunder. In etwa fünf Wochen haben wir Weihnachten, ich ich ihr etwas schenken soll? Ich schänke dir mis Härz!