Oh wie mich das Leben anfuckt! Wie sagte es Domi so schön in seinem Brief: «Die Schule fuckt mich so schrecklich an, es ist zum Kotzen, wirklich…»
Ich glaube, die Schule hat mich im ganzen Leben noch nie so angeschissen und wann ich Anna wiedersehe ist auch noch ungewiss! Am liebsten würde ich mich umbringen, aber nicht, weil ich deprimiert bin, das ginge ja noch, aber ich bin es leid, in die Schule zu gehen. Ich mag Bernhard, Dave, Weber, Mosi und die anderen, ganz besonders auch Simone, aber wenn ich an das Lager und an Anna denke, würde ich ALLES darum geben, hier in Lösslikon in die Schule gehen zu können. Oh wie mich das ankotzt!
Heute bin ich um etwa elf Uhr aufgestanden. Kurz danach hat Domi angerufen und wir machten auf etwa ein Uhr bei mir ab. Wir haben kurz Ping-Pong gespielt und anschliessend über unwichtige Dinge gesprochen. Dann haben wir gegamet. Um kurz vor vier lief ich dann los. Mein Ziel… die Kirche. Dort bereiteten wir den Gottesdienst noch fertig vor. Nebenbei; Anna hatte offene Haare, sie sah fantastisch aus!
Um fünf Uhr begann der Gottesdienst, er lief ganz nach Plan. Während Frau Zimmermann ihre langweilige Rede hielt, traf sich mein Blick mit Inas. Und was hat sie getan?… Gesmilet! Ich habe mich sehr über ihr freundliches Lächeln gefreut!
Wenn nur diese blöde Schule nicht wäre! Es scheisst mich so gewaltig an!
Es geht noch sehr lange bis zum nächsten Mal Konf., bis zum 25. November! Ich bete zu Gott, dass ich Anna vorher noch einmal sehe. Ich werde Ina einen Brief schreiben! Ja, ich werde ihr einen Brief schreiben!