19. März 1996

Es war ein ziemlicher Schock, als ich merkte, dass Ronja doch nichts von mir will. Danach kam dann noch einmal ein Schock, als ich kapierte, dass ich nicht in sie verliebt bin. Ich weiss, wenn man meine Tagebücher so liest, muss man sich ziemlich fragen, aber ich bin halt immer noch ein Suchender, nach der Liebe und dem Leben. Ich muss zuerst mal wieder damit zurechtkommen, dass ich kein Mädchen habe und auch keines in Aussicht ist. Hoffentlich lerne ich in Frankreich endlich das Mädchen kennen. Ich weiss, es ist falsch, es erzwingen zu wollen, aber ich kann nicht mehr, in dieser Hinsicht fühle ich mich einsam.

Ich glaube, ich schreibe nochmals ein bisschen über ein paar Leute meiner Klasse:

Benjamin:
Zu ihm habe ich nur noch eine kurze Anmerkung. Ich verstehe seine philosophische Weise natürlich jetzt vollkommen, ich glaube, er wird auf diese Weise mit dem Tod seines Bruders fertig.

Bernhard:
Ist einer der besten Freunde, die ich je hatte! Natürlich hatte ich auch schon meine Probleme mit ihm, aber vor allem in letzter Zeit habe ich es voll gut mit ihm. Ich kann mit ihm über fast alles sprechen und Scheiss machen. Ich kann mit ihm in den Ausgang gehen und einfach in der Schule rumhängen. Schade, dass er manchmal so künstlich cool ist.